Pressemitteilung
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Erzeugerpreise Landwirtschaft August 2026: 7,0 Prozent weniger
Der Abstand zum Vorjahr schrumpft fast um die Hälfte. Pflanzliche Erzeugnisse erzielen erstmals seit Juli 2024 höhere Preise als im Vorjahr, tierische bleiben weit darunter.
Frankfurt am Main, 14. Oktober 2026
Der Erzeugerpreisindex misst, was landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland beim Verkauf ihrer Erzeugnisse erlösen, ohne Mehrwertsteuer. Verglichen wird mit dem Vorjahresmonat, weil Ernte und Jahreszeit die Monatswerte verschieben.
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland lagen im August 2026 um 7,0 Prozent unter dem August 2025 (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 367 vom 14. Oktober 2026, Tabelle 61211-0003).
Im Juli hatte der Abstand zum Vorjahr 13,7 Prozent betragen, im Juni 13,9 Prozent. Zwei Bewegungen verkleinern ihn: Der Gesamtindex stieg gegenüber dem Juli um 5,5 Prozent auf 132,2 Punkte, während er im August 2025 um 2,1 Prozent gefallen war. So gering war der Abstand zuletzt im November 2025. Seit Oktober 2025 liegen die Erzeugerpreise in jedem Monat unter dem Vorjahreswert, der August ist der elfte.
Pflanzliche Erzeugnisse übertreffen erstmals seit Juli 2024 den Vorjahreswert
Der Index der pflanzlichen Erzeugung stieg gegenüber dem Juli um 11,1 Prozent auf 136,2 Punkte und liegt 12,3 Prozent über dem August 2025. Im Juli hatte er noch 4,4 Prozent darunter gelegen. Seinen Höchstwert erreichte er im Juni 2024 mit 156,6 Punkten; der August-Wert liegt 13,0 Prozent darunter.
Tierische Erzeugnisse bleiben weit unter dem Vorjahr
Für Schlachttiere, Milch und Eier beträgt der Abstand 16,6 Prozent, nach 18,6 Prozent im Juli, dem größten Abstand seit Beginn der Reihe. Der Index stieg um 2,0 Prozent auf 129,7 Punkte. Seinen Höchstwert hatte er im Juni 2025 mit 157,6 Punkten; der August-Wert liegt 17,7 Prozent darunter.
Fallende Erzeugerpreise treffen auf steigende Verbraucherpreise
Die Verbraucherpreise lagen im August 2026 um 2,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Was Verarbeitung, Transport und Handel zwischen Hof und Ladentheke behalten, zeigen diese Reihen nicht. Die lange Jahresreihe der Erzeugerpreise steht im Dossier Agrarpreise 2026.
Verantwortlich für diese Mitteilung
Christian Gasche, Journalist und Redenschreiber,
SIGMA Communication, Frankfurt am Main
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