Kriminalität in Deutschland: mehr Einbrüche, so selten aufgeklärt wie nie seit 1994
Einordnung
Zum ersten Mal seit 2021 erfasst die Polizei weniger Gewalttaten als im Jahr davor. Der Rückgang ist klein gegen den Anstieg der drei Jahre zuvor, und der Wert bleibt nahe am Höchststand der Reihe. Wie viel Gewalt die Polizei gar nicht erfährt, steht in keiner dieser Zahlen, und beim Raub ist es mehr als die Hälfte.
Den ersten Entwurf schreibt ein Sprachmodell; Code prüft jede Zahl gegen die amtlichen Daten. KI-Transparenz
Die Polizei erfasste 2025 in Deutschland 212.335 Fälle von Gewaltkriminalität (Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik, Tabelle T01, Stand 08.04.2026).
✓ Geprüft am 4.11.2026, ohne BeanstandungBundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)·Datenstand 08.04.2026
Prüfvermerk zu diesem Dossier
Die Zahlen dieses Dossiers stammen aus einer
Tabelle unter
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0.
212.335Fälle, Erfasste Fälle von Gewaltkriminalität 2025▼ −2,3 % zu 2024
217.923Höchststand 2007▼ −2,6 % bis heute
27Werte in der Reihe, ab 1999
Frei zu lesenEinordnung, Leitgrafik und der Anfang des ersten Abschnitts.
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Freier Teil
Eine Flasche, vor einer Kneipe nach jemandem geworfen, ist für die Polizei eine gefährliche Körperverletzung und damit Gewaltkriminalität. Ein Faustschlag ohne Waffe wäre eine einfache Körperverletzung und zählte dort nicht. Unter dem Begriff fasst das Bundeskriminalamt Mord und Totschlag, Raub, die schweren Sexualdelikte und die gefährliche und schwere Körperverletzung zusammen (BKA, PKS 2025). Gezählt wird ein Fall, wenn die Polizei ihn bearbeitet und an die Staatsanwaltschaft abgegeben hat. Die Statistik zeigt deshalb die Arbeit der Polizei, nicht jede Tat, die geschieht (bpb).
Den Tiefpunkt hatte die Reihe im zweiten Pandemiejahr 2021 mit 164.646 Fällen. Seither sind es 29,0 Prozent mehr, und auch gegenüber 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie, liegt die Zahl um 17,3 Prozent höher (Tabelle T01). Gemessen an diesem Anstieg ist der Rückgang des vergangenen Jahres klein.
Woraus die Gewalt besteht und wie alt die Tatverdächtigen sind, zeigt dieses Dossier, dazu die Wohnungseinbrüche seit 1994 mit ihrer Aufklärungsquote und die Cybercrime, bei der die Inlandszahl nur einen Teil erfasst.
Erfasste Fälle von Gewaltkriminalität in Deutschland, 1999 bis 2025Fälle je JahrQuelle: Bundeskriminalamt, Tabelle T01, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0
Körperverletzung und Raub gehen zurück, schwere Sexualdelikte nehmen zu
155.002 der Fälle waren 2025 gefährliche und schwere Körperverletzungen, 2,0 Prozent weniger als im Jahr davor, 40.119 waren Raubdelikte, 7,1 Prozent weniger (BKA, PKS 2025). Gegen diese Richtung stiegen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall um 8,5 Prozent auf 14.454 Fälle, und auch die Fälle von Mord und Totschlag nahmen zu.
Bei den Tatverdächtigen der Gewaltkriminalität meldet das Bundeskriminalamt einen Rückgang um 2,6 Prozent, bei Jugendlichen um 7,4 Prozent. Nur die Zahl tatverdächtiger Kinder stieg erneut, um 3,3 Prozent (BKA, Pressemitteilung vom 20.04.2026). Zu 29.243 Straftaten erfasste die Polizei einen Messerangriff, 0,8 Prozent mehr als 2024; das bloße Mitführen eines Messers zählt dafür nicht.
Ende des freien Teils
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Das vollständige Dossier geht zwei Deliktfelder durch: den Wohnungseinbruch mit seiner Aufklärung, und Cybercrime, getrennt nach Taten aus dem Inland und aus dem Ausland.
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Was Sie darin lesen
Fortsetzung des ersten Abschnitts
Einbrüche nehmen wieder zu, bleiben aber weit unter den NeunzigerjahrenGrafik: Wohnungseinbrüche, 1994 bis 2025
Ein Tatverdächtiger findet sich bei den wenigsten EinbrüchenGrafik: Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch, 1994 bis 2025
Cybercrime im Inland sinkt, die Taten aus dem Ausland nehmen zuGrafik: Cybercrime mit Tatort im Inland, 2014 bis 2025
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Ist die Kriminalität in Deutschland 2025 gesunken?
Die Polizei erfasste rund 5,5 Millionen Straftaten, 5,6 Prozent weniger als 2024. Ein Teil des Rückgangs folgt aus der Teillegalisierung von Cannabis seit dem 1. April 2024, die viele frühere Rauschgiftdelikte straffrei stellte; die Gesamtzahl ist deshalb nicht mit den Vorjahren vergleichbar. Für die Gewaltkriminalität gilt diese Einschränkung nicht (Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025).
Seit wann gibt es Zahlen zu Cybercrime in der Kriminalstatistik?
Die Zeitreihe des Bundeskriminalamts für Cybercrime beginnt 2014. Seit dem Berichtsjahr 2024 zählt das BKA zusätzlich Taten, deren Handlungsort im Ausland liegt oder unbekannt ist; sie stehen nicht in der Inlandszahl (Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025).
Werden versuchte Wohnungseinbrüche mitgezählt?
Ja. Die Reihe des Bundeskriminalamts, die 1994 beginnt, zählt vollendete und versuchte Wohnungseinbrüche zusammen. Gerade die Versuche erfährt die Polizei aber seltener als die vollendeten Taten, wie die Dunkelfeldbefragung SKiD 2024 zeigt (Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025).