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Das gezählte Deutschland · Prolog

Es war nie besser

Warum es die gute alte Zeit nie gegeben hat und das Glas halb voll ist

Früher war das Wetter besser, sagen die Leute, wenn man sie fragt, und früher war auch das Land besser. Der Prolog misst nach und findet, gemessen am Jahr 2000, ein Land, dem es in den meisten Reihen besser geht, auch wenn sich die Hoffnung seit 1990 halbiert hat.

Neben den Nachbarn sieht das Land schlechter aus als neben dem Jahr 2000: vorn bei der Arbeit, hinten beim Wohneigentum, beim Vermögen und bei der Rente. Von außen gemessen steht Deutschland weit vorn, mit seinem eigenen Leben sind die Deutschen unzufriedener als fast alle in der EU, und der Prolog hält beide Messungen für richtig.

Halb voll heißt dabei nicht voll. Die Gewalt auf der Straße ist gestiegen, es fehlen Wohnungen, und 2045 ist nicht ausgemacht, wer die Babyboomer pflegt. Wie ein Land zählt, das sich verzählt und es sagt, warum das Buch die Krisen der Welt gedanklich festhält, um das Land zu sehen, und wie eine Maschine an diesem Buch mitgeschrieben hat, steht im Prolog.

Den ganzen Prolog gibt es hier als Leseprobe.

Der Zensus 2011 strich rund 1,5 Millionen Menschen aus den Büchern, der Zensus 2022 noch einmal 1,4 Millionen; so steht es im Prolog von „Das gezählte Deutschland“.

Umschlag: Das gezählte Deutschland
Das gezählte DeutschlandZwischen blühenden Landschaften
und blauen Wahlzetteln
von Christian Gasche · Taschenbuch, 16 Kapitel
Taschenbuch bei AmazonE-Book für KindleLeseprobe: der Prolog
Taschenbuch 19,99 Euro, 523 Seiten · E-Book 9,99 Euro · erschienen am 1. November 2026

Die Zahlen dieses Kapitels im Portal

Im Buch weiterlesen

Die Ukrainerinnen und Ukrainer, die seit 2022 gekommen sind, zählt Kapitel 1 mit.

Die Pandemie knickt in Kapitel 14 die Linien der Lebenserwartung und in Kapitel 3 die Punkte bei PISA.

Was die Zölle für die Ausfuhr bedeuten, steht in Kapitel 6, und was der Iran-Krieg 2026 an der Zapfsäule kostet, in Kapitel 9.

Fragt man die Deutschen nach ihrer eigenen Kasse, erwarten sie für die nächsten zwölf Monate fast nichts Schlechtes, fragt man sie nach der Wirtschaft des Landes, erwarten sie viel, und es sind dieselben Befragten, wie Kapitel 9 nachrechnet.

Halb voll ist das Glas eher dort, wo man schon drin ist, im alten Mietvertrag und in der Rente, die pünktlich kommt; Kapitel 13 legt die Gläser nebeneinander.

Die Pandemie knickt in Kapitel 14 die Linien der Lebenserwartung und in Kapitel 3 die Punkte bei PISA.

Wie eine gute alte Zeit entsteht, zeigt Kapitel 15 am Osten: Sie wurde erst hell, als die Gegenwart schwer wurde.

Wo das Buch rechnet, statt zu zählen, vor allem in Kapitel 16, bleibt *ceteris paribus* eine Annahme: Bricht draußen etwas, gilt die Rechnung nicht mehr unverändert.

Anmerkungen

Die Nummern sind die Nummern im Buch. Datenstand des Buches: 16. Oktober 2026, 17:19 Uhr; den jüngsten Stand zeigen die Reihen oben. Die Links zu den Quellen werden regelmäßig geprüft, zuletzt am 19. Oktober 2026.

  1. Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der F.A.Z., Feldzeit September 2026; Thomas Petersen, „Die Zukunft ist schlecht – aber wer weiß?“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Oktober 2026 (Wetter in der Kindheit besser 38 Prozent, schlechter 5 Prozent; 1981 und 2005 ebenfalls deutlich mehr „besser“). Zur Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der F.A.Z
  2. Statistisches Bundesamt, Seite „Sterbetafel“, Abschnitt „Historische Entwicklung“, Stand 7. Juli 2026: Männer bei Geburt 1871/81 35,6, 2023/25 78,8 Jahre, mit 65 Jahren 9,6 und 18,0 weitere Jahre; Sterbetafel 2000/02, Männer bei Geburt 75,38 Jahre (Datenstand Kapitel 14, Tabelle 12621-0002), wie Kapitel 14. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Sterbetafel 2000/02
  3. Statistisches Bundesamt, Erwerbstätigenrechnung, Inlandskonzept, 2000 und 2025 (39,98 und 45,88 Millionen) und Arbeitsvolumen (plus 4,7 Prozent), wie Kapitel 5; Eurostat, nasa_10_ki, bereinigtes verfügbares Einkommen der Haushalte je Kopf, real (2000 91,3, 2025 118,1, Index 2010 = 100), und nama_10_pc, Bruttoinlandsprodukt je Einwohner (2019 44.080, 2025 43.750 Euro), wie Kapitel 11; Veränderungen eigene Rechnung. · Statistisches Bundesamt, Tabelle 46241-0003, Verkehrstote 2000 7.503, 2025 2.832; Rückgang 62 Prozent, eigene Rechnung (Kapitel 8). · Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Tabelle T01, vollendete Fälle von Mord und Totschlag je 100.000 Einwohner 2000 1,17, 2025 0,73, eigene Rechnung (Kapitel 11); Integrated Values Surveys, aufbereitet von Our World in Data, „Trust in others“: 1984 26 Prozent (früheres Bundesgebiet), Welle bis 2022 42 Prozent. · Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, Bruttoinlandsprodukt je Einwohner der fünf ostdeutschen Flächenländer in Prozent der westdeutschen Länder, jeweils ohne Berlin: 2000 60,5, 2025 72,4 (vorläufig), eigene Rechnung (Kapitel 15). · Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex, Lange Reihen ab 1948: 1949 bis 1998 im Schnitt 2,7 Prozent im Jahr (früheres Bundesgebiet), 1999 bis 2025 1,9 Prozent (Deutschland); Eurostat, prc_hicp_aind, Preisniveau 2025 gegen 2020: Schweiz plus 6,9, Deutschland plus 24,7 Prozent; eigene Rechnung, wie Kapitel 9. Zur Quelle: Eurostat · Statistisches Bundesamt · Integrated Values Surveys · Statistisches Bundesamt · Eurostat
  4. Wie a1 (mit Hoffnungen 2026 29 Prozent, 1990 60 Prozent); ob die Befragung von 1990 Ostdeutsche einschloss, nennt der Artikel nicht.
  5. Europäische Kommission, Verbraucherumfrage Deutschland, September 2026, Salden der Erwartung für die nächsten zwölf Monate: eigene finanzielle Lage minus 4,3, allgemeine Wirtschaftslage minus 31,6, wie Kapitel 9.
  6. Hessischer Rundfunk, hessenschau, „Mehr Personal, schnellere Termine: Warum es bei der Frankfurter Ausländerbehörde trotzdem hakt“, 21. Januar 2026 (119 Formulare für eine Arbeitserlaubnis, nach dem Abteilungsleiter für Arbeitsaufenthalte), wie Kapitel 16. · Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2025: Osten 36,2 Prozent der gültigen Zweitstimmen, 28,9 Prozent der Wahlberechtigten; Westen ohne Berlin 18,0 Prozent; Einstufungen der Landesämter für Verfassungsschutz in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg, in der Hauptsache nicht bestätigt, Stand 16. Oktober 2026; alles wie Kapitel 15. Zur Quelle: Hessischer Rundfunk · Die Bundeswahlleiterin · Westen ohne Berlin 18,0 Prozent · Einstufungen der Landesämter für Verfassungsschutz in Thüringen
  7. Eurostat, lfsi_emp_a, Erwerbstätigenquote der Frauen von 20 bis 64 Jahren, 2025 (77,7 gegen 71,3 Prozent), wie Kapitel 5; Eurostat, ilc_mdes09, alle Haushalte mit Schwierigkeiten, die laufenden Ausgaben zu decken, 2025 (7,4 gegen 17,6 Prozent), wie Kapitel 9. · Eurostat, ilc_lvho02, Bevölkerung nach Wohnstatus, 2025 (47,2 Prozent Eigentum, niedrigste Quote der EU, EU 68,5), wie Kapitel 7; EZB, Household Finance and Consumption Survey, Wave 2023, Tabelle A1, Median des Nettovermögens je Haushalt Deutschland 103.300, Frankreich 149.000, Italien 162.800 Euro, wie Kapitel 9. · OECD, Pensions at a Glance 2025, Nettoersatzrate eines Durchschnittsverdieners aus den Pflichtsystemen, 2024 (Deutschland 53, Österreich 87 Prozent), wie Kapitel 13. · Eurostat, nama_10_gdp, Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt, 2025 gegen 2019 (Polen plus 18,5, Spanien 10,0, Niederlande 9,5, Frankreich 5,7 Prozent, Italien wie der Schnitt der EU; Deutschland ganz unten), wie Kapitel 6, Bild 2. Zur Quelle: Eurostat · Eurostat · Eurostat · Eurostat
  8. Anholt-Ipsos Nation Brands Index 2025, nach der Pressemitteilung der Deutschen Zentrale für Tourismus vom 9. Oktober 2025 (Platz 2 von 50 Nationen hinter Japan, vorn unter den 30 europäischen Ländern im Index), abgerufen am 19. Oktober 2026. · UNDP, Human Development Report 2025, Statistical Annex, HDI Table, Daten 2023: Deutschland Platz 5 von 193, gleichauf mit Schweden (0,959); davor Island, Norwegen, Schweiz, Dänemark; abgerufen am 19. Oktober 2026.
  9. Eurostat, ilc_pw01, Lebenszufriedenheit insgesamt, Mittelwert 0 bis 10, ab 16 Jahren, Stand 17. September 2026: Deutschland 2013 7,3, 2025 7,0; EU-27 2013 7,0, 2025 7,2; 2025 niedriger nur Griechenland und Lettland (je 6,9) und Bulgarien (6,3); abgerufen am 19. Oktober 2026. Zur Quelle: Eurostat
  10. Statistisches Bundesamt, Historical overview (1872 im neu gegründeten Reich eingerichtet; Gesetz des Wirtschaftsrats vom 21. Januar 1948, Sitz Wiesbaden, Statistisches Bundesamt ab 1. April 1950), abgerufen am 17. Oktober 2026. · Bundeszentrale für politische Bildung, „Vor 30 Jahren: Protest gegen Volkszählung“, 2017 (Stopp zwei Wochen vor dem Stichtag 27. April 1983); Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 15. Dezember 1983, BVerfGE 65, 1 (Volkszählungsurteil), nach derselben Quelle; abgerufen am 17. Oktober 2026. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Bundeszentrale für politische Bildung
  11. Statistisches Bundesamt, Tabellen 12411-0001, 12612-0001, 12613-0001 und 12711-0005: 2011 Veränderung der Fortschreibung minus 1.423.702 bei einer Bewegung von plus 89.687, Berichtigung rund minus 1.513.000; 2022 Veränderung der Fortschreibung minus 118.623 bei einer Bewegung von plus 1.134.567, Berichtigung rund minus 1.253.000; jeweils eigene Rechnung zum Jahresende, wie Kapitel 1. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt

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