statistik-de.de Amtliche Zahlen, unabhängig aufbereitet
Das Buch zum Portal statistik-de.de
Umschlag: Das gezählte Deutschland

Das gezählte Deutschland

Zwischen blühenden Landschaften
und blauen Wahlzetteln
von Christian Gasche

Taschenbuch, 16 Kapitel, Prolog und Epilog
Taschenbuch bei AmazonE-Book für KindleLeseprobe: der Prolog
Taschenbuch 19,99 Euro, 523 Seiten · E-Book 9,99 Euro · erschienen am 1. November 2026
Der Trailer zum Buch, zwei Minuten. Text: Christian Gasche; gesprochen wird er von einem KI-Klon seiner Stimme, die Grafiken zeigen Reihen aus dem Buch.
Text zum Mitlesen

Im September 2026 fragte Allensbach, ob das Wetter in der Kindheit besser war. 38 Prozent sagten ja. Fünf Prozent sagten, es sei schlechter gewesen.

Mit dem Land geht es uns wie mit dem Wetter. Fast jeder hat eine gute alte Zeit im Kopf. Ich habe nachgezählt, in den amtlichen Statistiken, mit dem Jahr 2000 als Maßstab.

Seitdem haben fast sechs Millionen Menschen mehr Arbeit. Was bei den Haushalten ankommt, ist je Kopf und nach Abzug der Preise um 29 Prozent gestiegen. Gearbeitet werden dabei nur 4,7 Prozent mehr Stunden.

Auf den Straßen starben im Jahr 2000 noch 7.503 Menschen. 2025 waren es 2.832.

Der Osten, dem 1990 blühende Landschaften versprochen wurden, hat bei der Wirtschaftskraft je Einwohner fast zwölf Punkte zum Westen aufgeholt.

Sechs von zehn Deutschen blickten 1990 mit Hoffnung auf die nächsten zehn Jahre. Heute sind es drei.

Halb voll heißt nicht voll. Die Löhne kaufen heute so viel wie 2019, nicht mehr. Nirgends in der EU wohnen so wenige Menschen im Eigentum. Bei der Schule, beim Wohnen und bei der Rente halte ich das Glas für halb leer.

Das Schlechtreden halte ich trotzdem für gefährlich. Wer einem Land jeden Tag erzählt, früher sei alles besser gewesen, bereitet denen den Boden, die versprechen, das Früher zurückzuholen.

Jede Zahl im Buch hat ihre Quelle. Am Ende jedes Kapitels führt ein QR-Code zu den Fundstellen auf statistik-de.de. Dort steht auch die Zahl, die gegen mich spricht.

Das Buch heißt Das gezählte Deutschland, zwischen blühenden Landschaften und blauen Wahlzetteln. Früher war nicht alles besser. Besser war vor allem das Wetter, und auch das nur in der Erinnerung.

Worum es geht

Deutschland geht es besser als vor 26 Jahren.

Die Zahlen sagen es: fast sechs Millionen Menschen mehr in Arbeit als im Jahr 2000, je Kopf 29 Prozent mehr Einkommen zum Ausgeben, nach Abzug der Preise, ein Osten, der bei der Wirtschaftskraft je Einwohner fast zwölf Punkte zum Westen aufgeholt hat. Und doch sagen die Befragten: Mir geht es gut, dem Land schlecht.

Christian Gasche liest die amtlichen Reihen wie einen Lebenslauf, vom Ankommen bis zum Sterben, in sechzehn Kapiteln. Er zeigt, wo das Glas halb voll ist und wo die Sorge trägt, auch neben den Nachbarn, erklärt, wie gezählt wird, und fragt, warum in blühenden Landschaften die Wahlzettel blau werden. Jede Zahl steht mit Tabelle und jüngstem Stand auf statistik-de.de, erreichbar über die QR-Codes am Ende jedes Kapitels; was sich seit Redaktionsschluss ändert, wird dort jedes Vierteljahr nachgetragen. Man muss es nicht von vorn lesen: Jedes Kapitel steht für sich.

Recherchiert und entworfen mit künstlicher Intelligenz, geprüft und verantwortet vom Autor.

Was das Buch will

Es hält die Stimmung neben die Zahlen. Nach einer Allensbach-Umfrage, veröffentlicht im Oktober 2026, blickten 29 Prozent der Deutschen mit Hoffnungen auf die nächsten zehn Jahre, 1990 waren es 60. Gemessen wird in diesem Buch an einem festen Jahr, 2000, und in den meisten Reihen steht das Land heute besser da als damals. Nicht überall, und das Buch sagt, wo nicht.

Der Autor ist nicht neutral und tut nicht so. Von 1993 bis 1997 saß er für die Grünen im Frankfurter Römer, heute ist er an keine Partei gebunden. Am Ende jedes Kapitels sagt er, wie er das Glas sieht, und daneben steht die Zahl, die ihm widerspricht. Wo er sich vorher geirrt hat, steht auch das im Buch. Ein Amt, das sich verzählt und es sagt, ist ihm lieber als eines, das nie irrt, und für das eigene Buch gilt dasselbe.

Was es findet

Mehr Themen sind halb voll als halb leer.

8Kapitel halb voll, fast immer mit der leeren Hälfte daneben
4Kapitel geteilt, beim Geld genau zur Hälfte
3Kapitel halb leer: Schule, Wohnen, Rente

Das letzte Kapitel stellt kein Glas auf. Es rechnet durch, was eine gesteuerte Zuwanderung bis 2045 brächte, und der Autor sagt, warum er aus nüchternen Gründen dafür ist.

Inhalt

  1. PrologEs war nie besser · Leseprobe
    Warum es die gute alte Zeit nie gegeben hat und das Glas halb voll ist
  2. Kapitel 1Ankommen halb voll
    Wie ein Land zu seinen Menschen kommt
  3. Kapitel 2Aufwachsen halb voll
    Warum die Armut jung wurde, die Kitas leer werden und die Väter kommen
  4. Kapitel 3Lernen halb leer
    Wie ein rohstoffarmes Land mehr Geld und mehr Geräte in seine Schulen bringt und bei PISA so schwach abschneidet wie nie
  5. Kapitel 4Ausbilden und Studieren halb voll
    Wofür einer geeignet ist, und wer es ihm sagt
  6. Kapitel 5Arbeiten halb voll
    Warum nur jeder Fünfte um die eigene Stelle fürchtet und doch die Hälfte um das Land
  7. Kapitel 6Wirtschaften geteilt
    Warum ein Land, das kaum wächst, trotzdem gut arbeitet, und wer seine Betriebe übernimmt
  8. Kapitel 7Wohnen halb leer
    Wem die Wohnungen gehören, und wer keine findet
  9. Kapitel 8Unterwegs halb voll
    Warum das Land so sicher fährt wie selten und trotzdem zu spät ankommt
  10. Kapitel 9Verdienen und Ausgeben geteilt
    Warum das Land beim Verdienen besser dasteht als beim Besitzen, und wer 2045 die Rechnung zahlt
  11. Kapitel 10Der Staat geteilt
    Wer ihn bezahlt, was er schuldet und warum ihm die Deutschen weniger zutrauen, als er kann
  12. Kapitel 11Zusammenleben halb voll
    Was die Zahlen über ein Land sagen, das sich für zerrüttet hält
  13. Kapitel 12Krankwerden und Pflegen halb voll
    Warum das teuerste Gesundheitswesen der EU besser ist als sein Ruf und wer uns pflegt, wenn wir alt sind
  14. Kapitel 13Altwerden halb leer
    Warum die Rente seit fast 50 Jahren für verloren erklärt wird und jeden Monat pünktlich kommt
  15. Kapitel 14Sterben geteilt
    Wie alt wir werden, woran wir sterben und wer am Ende entscheidet
  16. Kapitel 15Blühende Landschaften, blaue Wahlzettel halb voll
    Wie der Osten aufholte, älter wurde und anders wählt
  17. Kapitel 16Was wäre, wenn Szenario
    Ein Land, das jedes Jahr 400.000 Menschen gewinnt, und was es 2045 davon hätte
  18. EpilogDamit es bleibt, wie es ist
    Warum ein Land, das man mag, sich ändern muss

Wie man es liest

Man muss es nicht von vorn lesen: Jedes Kapitel steht für sich. Jedes hat drei Teile. Der erste erzählt, an einem Ort, den es wirklich gibt, beschrieben nach Dokumenten. Der zweite zeigt die Reihen als Bilder und sagt unter jedem, was es zeigt und was nicht. Der dritte sagt, wie gezählt wird, und wo eine Reihe bricht.

Die kleinen Nummern im Text sind die Anmerkungen. Sie stehen mit allen Fundstellen auf den Kapitelseiten hier, und der QR-Code am Ende jedes Kapitels führt dorthin. Dort stehen auch die Reihen und Dossiers des Portals, mit dem jüngsten Stand.

Was nach dem Druck kommt

Die Zahlen des Buches stammen aus dem Datenstand vom 16. Oktober 2026. Die Reihen im Portal laufen weiter. Was sich seither geändert hat, wird jedes Vierteljahr auf den Kapitelseiten nachgetragen, und Fehler, die nach dem Druck gefunden werden, stehen dort mit Datum unter „Korrekturen“. Einmal im Jahr erscheint eine überarbeitete Auflage.

Wie das Buch entstanden ist

Die Idee, das Konzept und die Anweisungen, wonach gesucht und wie jede Zahl geprüft wird, stammen vom Autor. Gesammelt und entworfen hat danach ein Sprachmodell, gegengelesen ein zweites, und ein Programm hat jede Zahl gegen ihre Quelle geprüft. Dann hat der Autor jedes Kapitel gelesen, lektoriert und freigegeben; die Einordnung ist seine. Seine Formel dafür: HI plus KI plus HI = Handwerk, menschliche Intelligenz am Anfang und am Ende. Wie das geht und warum ein guter Tischler seine Säge nicht fürchtet, erzählt der Prolog.

Der Autor

Christian Gasche schreibt seit 35 Jahren, als Journalist, Redenschreiber und PR-Berater, seit 2002 auf eigene Rechnung. Ein Homo politicus ist er geblieben, auch ohne Mandat. In Frankfurt am Main betreibt er statistik-de.de, das Portal, aus dessen Reihen dieses Buch entstanden ist.

Zum Nachschlagen