Das gezählte Deutschland · Kapitel 12
Krankwerden und Pflegen
Warum das teuerste Gesundheitswesen der EU besser ist als sein Ruf und wer uns pflegt, wenn wir alt sind
Das Krankenhaus Sachsenhausen in Frankfurt gibt es noch, die Notaufnahme dort nicht mehr. Hier beginnt das Kapitel über das Krankwerden, und es zeigt zuerst, was die Deutschen ungern hören: Kaum jemand bleibt ohne Arzt. Nur 1,0 Prozent der Menschen ab 16 verzichteten 2025 auf eine Untersuchung, weil sie zu teuer, zu weit weg oder die Warteliste zu lang war, im EU-Schnitt waren es 2,4.
Dafür zahlt das Land. Die Tür ist gut bezahlt, hinter ihr bekommt man weniger, als das Geld verspricht: Die Lebenserwartung lag 2024 bei 81,2 Jahren, dem niedrigsten Wert unter den westeuropäischen Ländern der EU und der EFTA. Schweden gab je Einwohner 82 Prozent des deutschen Betrags aus und lebt 2,6 Jahre länger. In einem deutschen Krankenhaus kommen auf ein Bett 0,68 Pflegekräfte in Vollzeit, in Dänemark 2,84.
Wie viele Betten ein Land braucht, warum der Facharzttermin am Honorar hängt und was die Raucher mit der Rentenkasse zu tun haben, steht im Kapitel. Der Autor hält das Gesundheitswesen für eines der zugänglichsten unter den reichen Ländern und für das teuerste der EU, das Glas für halb voll. Krankenhäuser würde er schließen, sanieren und spezialisieren und den ersten Kontakt über ein Leitsystem der Kassen steuern.
Wer pflegt 2045? Dann sind die Babyboomer zwischen 76 und 90 Jahre alt. Eine Preisliste sagt, was ein Pflegeplatz im Monat kostet, aber wer 2045 pflegt, steht in keiner.
2024 gab Deutschland 12,2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Gesundheit aus, der Schnitt der Europäischen Union lag zuletzt bei 9,9; so steht es in Kapitel 12 von „Das gezählte Deutschland“.
Die Zahlen dieses Kapitels im Portal
- Krankenhäuser in Deutschland · Reihe, frei lesbar
- Krankenhausbetten in Deutschland · Reihe, frei lesbar
- Krankenhausbetten je 100.000 Einwohner · Reihe, frei lesbar
- Gesundheitsausgaben in Deutschland · Reihe, frei lesbar
- Beschäftigte im Gesundheitswesen · Reihe, frei lesbar
- Pflegebedürftige in Deutschland · Reihe, frei lesbar
- Todesfälle durch Krankheiten des Kreislaufsystems · Reihe, frei lesbar
- Krankenhausversorgung 2026 · Dossier, die Vertiefung zum Thema
- Gesundheitsausgaben 2026 · Dossier, die Vertiefung zum Thema
- Gesundheitspersonal 2026 · Dossier, die Vertiefung zum Thema
- Pflege 2026 · Dossier, die Vertiefung zum Thema
- Todesursachen 2026 · Dossier, die Vertiefung zum Thema
- Statistik antwortet · Ihre eigene Frage an den Bestand, die erste Antwort ist kostenlos
Im Buch weiterlesen
Die Zahlen und was weniger Geburten für das Land bedeuten, erzählt Kapitel 1.
Wie sie anerkannt werden, erzählt Kapitel 4.
Wie spät dagegen die Altersrenten beginnen, steht in Kapitel 5.
Wie der Beitragssatz in die Staatsquote hineinwirkt, steht in Kapitel 10.
Wie Frankfurt mit Sucht als Krankheit umgeht, erzählt Kapitel 11.
Wie klein die Renten der Frauen heute sind, zeigt Kapitel 13.
Dass arme Männer früher sterben, gehört zu den Gründen, die Kapitel 14 sucht.
Ob Zuwanderung diese Lücke schließen kann, rechnet Kapitel 16.
Anmerkungen
Die Nummern sind die Nummern im Buch. Datenstand des Buches: 16. Oktober 2026, 17:19 Uhr; den jüngsten Stand zeigen die Reihen oben. Die Links zu den Quellen werden regelmäßig geprüft, zuletzt am 19. Oktober 2026.
- hessenschau.de, „Frankfurter Uniklinik übernimmt DGD-Krankenhaus Sachsenhausen“, 6. Dezember 2024 (rund 200 Betten, Stichtag 1. Januar 2025, 600 Beschäftigte, Geburtshilfe 2024 geschlossen, Notaufnahme „soll“ schließen, Begründung der Träger). Übernahme der Beschäftigten und Schließung stehen in der Quelle als Zusage und Plan vom Dezember 2024; dass es dort heute keine Notaufnahme mehr gibt, belegt die Meldung des Hauses „Schließung der Zentralen Notaufnahme am Schiffer Campus“ (krankenhaus-sachsenhausen.de, ohne Datum, gelesen am 23. Oktober 2026): Die Zentrale Notaufnahme am Schiffer Campus (ehemals Krankenhaus Sachsenhausen) wurde zum 1. Januar 2026 geschlossen; Notfälle verweist das Haus an die Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin Frankfurt oder eine andere Notaufnahme.
- Journal Frankfurt, „Hospital zum Heiligen Geist: Frankfurter Krankenhaus schließt Kreißsaal“, 19. Mai 2026 (Geburten 2024 1.005, 2025 833; Schließung von Gynäkologie und Geburtshilfe für August 2026 angekündigt). Dass der Kreißsaal geschlossen ist, beruht auf der Auskunft von Christian Gasche vom 13. Oktober 2026; am 23. Oktober 2026 führte die Website des Hauses (hospital-zum-heiligen-geist.de) unter „Kliniken“ keine Gynäkologie und Geburtshilfe mehr.
- Eurostat, Tabelle hlth_sha11_hf (laufende Gesundheitsausgaben in Prozent des BIP und in Kaufkraftstandards je Einwohner), abgerufen am 11. Oktober 2026: Deutschland 2024 12,2 Prozent, 2023 11,6, EU-27 2023 9,9; je Einwohner 2023 Deutschland 5.381, EU-27 3.826 (41 Prozent mehr, eigene Rechnung), Schweiz 2024 6.232. Statistisches Bundesamt, Tabelle 23611-0001, Datenstand 11. Oktober 2026: 2024 538.207 Millionen Euro, 1992 159.211, im Text gerundet auf 538,2 und 159,2 Milliarden (nationale Abgrenzung, die vom internationalen Wert abweicht). OECD und European Observatory, Country Health Profile Germany 2025, 11. Dezember 2025, S. 1, 6 f.: Zahlungen aus eigener Tasche 11 Prozent (EU 16). Zur Quelle: Eurostat · je Einwohner 2023 Deutschland 5.381
- Commonwealth Fund (Stiftung), „Mirror, Mirror 2024“, Pressemitteilung vom 19. September 2024, Tabelle S. 2: zehn Länder, Deutschland Zugang zur Versorgung Rang 3, Gesundheitsergebnisse Rang 9. Zur Quelle: Commonwealth Fund
- MLP Gesundheitsreport 2022, Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Finanzdienstleisters MLP, 1.075 Befragte ab 16 Jahren, 25. März bis 6. April 2022, S. 7 f.: „gut“ oder „sehr gut“ 2008 59 Prozent, 2022 81. Thomas Petersen (Allensbach), F.A.Z. vom 9. Oktober 2026: 62 Prozent erwarten eine schlechtere Gesundheitsversorgung in zehn Jahren. Eurostat, Tabelle hlth_silc_08, abgerufen am 11. Oktober 2026: ungedeckter Bedarf an ärztlicher Untersuchung (Kosten, Entfernung, Warteliste) ab 16 Jahren 2025 Deutschland 1,0 Prozent, EU-27 2,4. GKV-Spitzenverband, 90 Prozent, Ausgabe 44, Oktober 2025: Hausarzt im Median 1 Tag.
- Eurostat, Tabelle demo_mlexpec, abgerufen am 11. Oktober 2026: Lebenserwartung 2024 Deutschland 81,2 Jahre; Abstand zum ungewichteten Mittel aus Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Belgien, Italien und Spanien 2000 minus 0,3, 2024 minus 1,6 (eigene Rechnung; die Reihe für Deutschland hat Brüche). OECD Health Statistics, Ausgaben je Einwohner in US-Dollar-Kaufkraftparitäten 2024: Deutschland 9.584, Schweden 7.906 (82 Prozent), Dänemark 7.401 (77), Estland 3.930, Litauen 4.395, Lettland 3.643; Lebenserwartung Schweden 83,8, Dänemark 82,0, Baltikum 76,4 bis 79,4; Dänemark 2000 76,9 gegen Deutschland 78,3, 2015 80,7 gegen 80,6. Eurostat, Tabelle hlth_cd_apr (behandelbare Sterblichkeit unter 75 Jahre): 2023 Deutschland 83,3, Norwegen 54,6, Schweden 58,4; Deutschland 2019 81,8; EU-27 2019 89,2, 2023 86,8. Zur Quelle: Eurostat · Dänemark 2000 76,9 gegen Deutschland 78,3
- Jasilionis u. a., „The underwhelming German life expectancy“, European Journal of Epidemiology 38 (2023), S. 839 bis 850 (Abstract), und Interview des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung vom 26. April 2023; Gegenposition Stolpe, Kowall, Stang, European Journal of Epidemiology 2024. Medeiros, Schwierz, „Efficiency estimates of health care systems“, Europäische Kommission, Economic Papers 549, Juni 2015, S. 16 bis 18: Rang 13 von 28 (Daten um 2012). Eurostat hlth_sha11_hf, Nachprüfung vom 13. Oktober 2026: Ausgaben je Einwohner in Kaufkraft 2012 bis 2023 Deutschland plus 52 Prozent, Niederlande 37,5, Frankreich 37, Schweden 31, Dänemark 29 (eigene Rechnung). Zur Quelle: Jasilionis u. a · Gegenposition Stolpe
- Sachverständigenrat Wirtschaft, Frühjahrsgutachten 2026, Kapitel 3, Ziffern 185, 192 f., 195, 216 bis 222: durchschnittlicher Beitragssatz 2005 14,2 Prozent, 2026 17,5 (Erwartung), 2040 19,8; Ausgaben 2005 bis 2025 preisbereinigt plus 2,5 Prozent im Jahr, beitragspflichtige Einnahmen plus 1,3; amtlicher durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2015 0,9, 2026 2,9 Prozent (eine Rechengröße, der tatsächlich erhobene Durchschnitt liegt höher); Fallpauschalen und Erstattungsbeträge als Treiber. Bundesregierung, GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, BR-Drs. 256/26 vom 1. Mai 2026, Begründung S. 51 bis 53, und BT-Drs. 21/7023 vom 8. Juli 2026: Vergütungsanstieg 2027 bis 2029 begrenzt, Zuzahlungen künftig 10 Prozent, mindestens 7,50 und höchstens 15 Euro (bisher 5 und 10 Euro), Deckungslücke 2030 ohne Gesetz 43,9, Entlastung durch das Gesetz 37,9 Milliarden Euro; Beschluss im Bundestag am 10. Juli 2026 (Meldung des Bundesgesundheitsministeriums). Zur Quelle: Fallpauschalen und Erstattungsbeträge als Treiber. Bundesregierung
- PKV-Verband, „PKV in Zahlen 2024“, Januar 2026, und Pressemitteilung vom 4. Februar 2026: Vollversicherte 2024 8,74 Millionen, 53,34 Prozent mit Beihilfeanspruch; Anteil rund 10,5 Prozent eigene Rechnung (Angaben eines Branchenverbands). Werbeck, Wübker, Ziebarth, NBER Working Paper 28809 (2021), S. 1 bis 3: Facharztpraxen in 36 Kreisen, April 2017 bis Mai 2018, gesetzlich Versicherte warteten mit Termin im Schnitt 13 Werktage länger. Sachverständigenrat Wirtschaft (wie Beitragssatz), Ziffern 203 bis 208: Leistungen im Krankenhaus „äquivalent“, Unterschiede bei Honorar und Termin. Zur Quelle: PKV-Verband
- Bertelsmann Stiftung und IGES, „Geteilter Krankenversicherungsmarkt“, 2020, nach dem Sachverständigenrat Wirtschaft, Ziffer 263, und Pressemitteilung vom 17. Februar 2020: Beitragssatz minus 0,2 bis 0,7 Punkte, mit Honorarausgleich 0,3. Wissenschaftliches Institut der PKV (Institut der Branche), „Fragen und Antworten zur Bertelsmann-Studie“, 20. Februar 2020, S. 1 bis 3: „minimale 0,2 %“. Sachverständigenrat Wirtschaft, Ziffer 263 und Anhang Tabelle 12: Simulation Einbezug der Beamten, lange Übergangsbelastung der öffentlichen Haushalte.
- Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Reihen „Krankenhäuser in Deutschland“ und „Krankenhausbetten in Deutschland“ auf statistik-de.de, Datenstand 9. Oktober 2026: Krankenhäuser 1995 2.325, 2024 1.841; Betten 1991 665.565, 2024 472.851; Auslastung 2024 72,0 Prozent. OECD Health Statistics, Hospital beds by function, abgerufen am 11. Oktober 2026: somatische Akutbetten je 1.000 Einwohner 2024 Deutschland 4,74, Dänemark 1,75, Schweden 1,31 (ohne Rehabilitation und Psychiatrie). Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- OECD Health Statistics, Hospital employment und Hospital beds, abgerufen am 11. Oktober 2026: Pflegekräfte und Hebammen in Vollzeit je Bett 2024 Deutschland 0,68, Dänemark 2,84 (eigene Rechnung, Deutschland 429.000 Vollzeitäquivalente durch 633.548 Betten); Krankenhauspflegekräfte (Köpfe) je 1.000 Einwohner 6,96 und 7,34, in Vollzeitäquivalenten 5,14 und 6,44; Betten insgesamt 7,59 und 2,26 je 1.000 Einwohner; bei Deutschland sind Reha-Einrichtungen enthalten. Aiken u. a., BMJ 344 (2012), e1717, Tabellen 3 und 4: Patienten je Pflegekraft im Krankenhaus Deutschland 13,0, Norwegen 5,4 (Daten 2009/10).
- Bundesministerium für Gesundheit, „Krankenhausreform“, Stand 22. April 2026; § 6b Krankenhausentgeltgesetz, §§ 6a und 12b Krankenhausfinanzierungsgesetz (Vorhaltebudget ab 1. Januar 2028, Transformationsfonds 2026 bis 2035 mit 29 Milliarden Euro vom Bund; „voll ab 2030“ ist ein Schluss aus dem Wortlaut); Anpassungsgesetz in Kraft seit 15. April 2026. Nimptsch, Mansky, BMJ Open 7 (2017), e016184 (Abstract): 20 von 25 Behandlungen höhere Sterblichkeit bei sehr wenigen Fällen. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, Pressemitteilung vom 29. Dezember 2025: Leberkrebs 113 Anträge, 29 Zuweisungen; Erreichbarkeit in 20 Minuten Rheinland 98,6, Westfalen-Lippe 93,1 Prozent (Angaben des Landes). Christiansen, Vrangbæk, Health Policy 122 (2018), S. 321 bis 328 (Abstract): Akutkrankenhäuser seit 2007 von rund 40 auf 21; Übertragung auf 83,58 Millionen Einwohner ergibt rund 293 (eigene Rechnung); rund 1.000 Standorte mit Notfallstufe um 2019/2020 nur über einen Suchtreffer des Deutschen Ärzteblatts, nicht im Original geprüft. Zur Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
- SGB V § 115g und Krankenhausfinanzierungsgesetz § 6c in der Fassung des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (gelesen am 13. Oktober 2026): sektorenübergreifende Versorgungseinrichtung, vom Land bestimmt, mit stationärer Innerer Medizin und Geriatrie, ambulantem Operieren, Kurzzeit- und Übergangspflege. GKV-Spitzenverband, Seite zu § 115g (Leistungsvereinbarung gilt seit 2. März 2026). Eine Wirkungsbilanz der DDR-Polikliniken oder der dänischen Nærhospitaler wurde nicht gefunden.
- GKV-Spitzenverband, Kaiser, „Wie sehen Versicherte das deutsche Gesundheitswesen?“, 90 Prozent, Ausgabe 44, Oktober 2025 (März und April 2025, 3.520 gesetzlich Versicherte; Median Hausarzt 1 Tag, Facharzt 10); länger als ein Monat 23 Prozent nach dieser Befragung, 19 nach der der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Zi-Folien vom 27. Mai 2026). TU Berlin (Busse u. a.) für das Bundesgesundheitsministerium, HSPA, Zweiter Bericht, Januar 2024, S. 97, 139 bis 141, nach dem Commonwealth Fund: Facharzttermin binnen eines Monats 2010 83,3, 2020 66,3, Schweden 39,8 (kleine deutsche Stichprobe). Eurostat hlth_rs_prs2: praktizierende Ärzte je 100.000 Einwohner 2024 Deutschland 475, Schweden und Dänemark 466; rund 5.000 unbesetzte Hausarztsitze nach der Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (zm-online, 13. März 2026). OECD Health Statistics, Arztkonsultationen je Einwohner 2024: Deutschland 9,7 (aus Abrechnungsdaten geschätzt), Dänemark 5,0, Schweden 2,3, Definitionen weichen ab. Zur Quelle: GKV-Spitzenverband
- Socialstyrelsen, „Lägesbild och statistik – Tillgänglighet, väntetider och vårdgaranti“, Stand 6. Oktober 2026: August 2026 Kontakt am selben Tag 93 Prozent, Facharztbesuch binnen 90 Tagen 73. Region Värmland, „1177 på telefon“ (Selbstdarstellung): Pflegekraft berät, bucht keine Termine. Gren u. a., Scandinavian Journal of Trauma, Resuscitation and Emergency Medicine 2023 (Abstract): 1813 in der Hauptstadtregion seit 2014 einziger Zugang zur Akutversorgung bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden. zm-online, 16. Februar 2026, nach einer Mitteilung der AOK Baden-Württemberg: Hausarztzentrierte Versorgung, Gesamtausgaben je Versicherten minus 4,3 Prozent; Auftraggeber der Evaluation sind AOK, Hausärzteverband und MEDI.
- Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Forschungsinstitut der Kassenärztlichen Vereinigungen, die die 116117 betreiben), „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland: Evaluationsbericht 2025“, 13. Mai 2026, S. 6 f., 10 bis 15: 2.688.719 Ersteinschätzungen 2025, Empfehlung Praxis 51,3 Prozent, Notaufnahme 27,0. Bundesregierung, BT-Drs. 21/1315 vom 19. August 2025, zitiert den Koalitionsvertrag 2025 (Primärarzt oder 116117 stellen den Bedarf fest, Termingarantie). Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung, Zi insights vom 27. Mai 2026, Folien 7 bis 11: Terminservicestellen und Hausarztvermittlung knapp 6 Millionen von 345 Millionen fachärztlichen Behandlungsfällen. Deutsches Ärzteblatt, 24. Juli 2026, und Lobbyregister des Bundestages (Oktober 2026): kein Gesetzentwurf, erster Vorschlag für November angekündigt. Zur Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung
- Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung „Bundestag beschließt Notfallreform“, und Deutsches Ärzteblatt (Bericht über die Sitzung des Bundestags): Bundestag 15. Oktober 2026, Bundesrat voraussichtlich 20. November. Bundesregierung, Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Notfallversorgung, BT-Drs. 21/6808 vom 1. Juli 2026, S. 3, 5, 46 bis 48: 1,5 Millionen Notaufnahmebesuche telefonisch oder per Video. Anhörung vom 9. September 2026 (Textarchiv des Bundestages): Einwände von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Krankenhausgesellschaft, alles Interessenvertreter. Scherer u. a., Deutsches Ärzteblatt International 114 (2017), S. 645 bis 652 (Abstract): fünf Krankenhäuser in Norddeutschland, 1.175 Befragte, 54,7 Prozent mit niedriger selbst eingeschätzter Dringlichkeit. Zur Quelle: Bundesministerium für Gesundheit
- Schaeffer u. a., Deutsches Ärzteblatt International 118 (2021), S. 723 bis 728, und Hurrelmann, Klinger, Schaeffer, Das Gesundheitswesen 85 (2023), S. 314 bis 322: gleich gemessen 2014 54,3 Prozent geringe Gesundheitskompetenz, 2020 64,2, vor allem bei niedrigem Sozialstatus; Mittelwerte 2020 (Skala bis 100, unter 66,6 gering) 18 bis 29 Jahre 61,0, 65 bis 75 Jahre 60,9, ab 76 Jahre 54,2. Gemessen ist die Selbsteinschätzung, nicht das Wissen; die neue Fassung HLS-GER 2 ergibt 58,8 Prozent und ist mit 2014 nicht vergleichbar. Zur Quelle: Schaeffer u. a
- Parisius u. a., BMC Family Practice 15 (2014), 116: Wartezimmerstichprobe in 37 Hausarztpraxen, rund 80 Prozent nutzen Hausmittel, kein Altersunterschied, nicht repräsentativ. Cochrane-Übersichten: Singh u. a. 2017 (Dampf bei Erkältung), Smith u. a. 2014 (rezeptfreie Hustenmittel), Oduwole u. a. 2018 (Honig bei Kindern); NICE NG143 (lauwarmes Abwaschen, dem der Wadenwickel ähnelt, nicht empfohlen; die Studien prüfen das Abwaschen, nicht den Wadenwickel selbst). Bleichhardt, Hiller, British Journal of Health Psychology 12 (2007), S. 511 bis 523: Hypochondrie nach DSM-IV 0,4 Prozent bei 1.575 Befragten.
- OECD Health Statistics, Tabakkonsum und Alkoholkonsum, abgerufen am 11. Oktober 2026: täglich Rauchende ab 15 Jahren 2003 24,3 Prozent, 2025 14,0; Alkohol je Einwohner ab 15 Jahren 2000 12,9 Liter reiner Alkohol, 2023 10,2. OECD und European Observatory, Country Health Profile Germany 2025, S. 4: 15-Jährige mehr als einmal betrunken 2022 31 Prozent (EU 23). Deutsches Krebsforschungszentrum, Tabakatlas Deutschland 2025: rund 131.000 tabakbedingte Todesfälle 2023, 13,7 Prozent aller Todesfälle (nicht die 127.000 der FinanzKommission Gesundheit, siehe Kapitel-14-Bericht Todesursachen, D16).
- Steidl, Wigger, „Die externen Kosten des Rauchens in Deutschland“, Wirtschaftsdienst 95 (2015), S. 563 bis 568: Barwerte, Basisjahr 2011, Abzinsung 3 Prozent; Krankenversicherung plus 65,2 Milliarden Euro, Altersrenten minus 158,4, Witwen- und Witwerrenten plus 53,0, Erwerbsminderungsrenten plus 18,5, Saldo der öffentlichen Kassen minus 36,4 (Entlastung, ohne Tabaksteuer); Pflege nicht beziffert; bei 5 Prozent Abzinsung kehrt sich der Saldo um. Dieteren u. a., European Journal of Public Health 31 (2021), S. 409 bis 417 (Abstract): Nie-Raucher haben mehr gesunde Jahre, bei der absoluten Zahl ungesunder Jahre sind die Befunde uneinheitlich, im Anteil weniger. Zur Quelle: Steidl
- Tabaksteueränderungsgesetz, Gesetzentwurf BT-Drs. 21/7859, vom Bundestag am 15. Oktober 2026 beschlossen, Erhöhung ab 2027 in Stufen (nach Tabakatlas und Bundestag; Bundesrat offen). FinanzKommission Gesundheit, Erster Bericht, 30. März 2026, S. 423 f.: höhere Tabaksteuer kurzfristig regressiv, trifft Abhängige. AOK-Bundesverband, „Getränke: Zuckergehalt“, 7. Oktober 2026: abgespeckter Entwurf, Kabinettsbefassung für den 14. Oktober geplant, Ergebnis nicht belegt. Zuckerabgabe: Jones u. a., Public Health Research 14 (2026), und Luick u. a., PLoS One 19 (2024) (Hersteller änderten Rezepte); Mindestpreis Schottland: Wyper u. a., The Lancet 401 (2023), S. 1361 bis 1370 (Abstract; Studie von der schottischen Regierung finanziert). Beobachtungsstudien. Zur Quelle: Tabaksteueränderungsgesetz · Mindestpreis Schottland: Wyper u. a
- Statistisches Bundesamt, Tabelle 23631-0001 (Krankheitskosten), Datenstand 10. Oktober 2026: 2024 psychische und Verhaltensstörungen 68.721 Millionen Euro, Krankheiten des Kreislaufsystems 69.448. Deutsche Rentenversicherung, Rentenversicherung in Zahlen 2026, S. 52, 57 und 65: Erwerbsminderungsrenten 2025, Indikationsgruppe Psychosomatik und Psychotherapie 41,1 Prozent, Zugangsalter 53,8 Jahre. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- Bretschneider u. a., BMC Psychiatry 18 (2018), 394 (Abstract): schwere Depression binnen zwölf Monaten 7,4 Prozent der 18- bis 65-Jährigen, 1997 bis 1999 und 2009 bis 2012 (die jüngste Messung mit klinischem Interview). Bundespsychotherapeutenkammer (Interessenvertretung), Hintergrundpapier vom 13. Juli 2023, S. 5 bis 7: Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 2019, 142 Tage vom Erstgespräch bis zum Behandlungsbeginn; GKV-Spitzenverband und Ersatzkassen rechnen kürzer. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Pressemitteilung vom 4. Dezember 2025 (COPSY, achte Welle): Einsamkeit vor der Pandemie 14 Prozent, in ihr rund 39, Herbst 2025 18. Montano u. a., Journal of Organizational Behavior 38 (2017) (Abstract): destruktive Führung und seelische Gesundheit; Kuehnl u. a., Cochrane 2019, CD010905: 21 kontrollierte Studien, Stress und Fehlzeiten nicht gesenkt, Evidenz von sehr niedriger Qualität. Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie, Betriebsbefragung 2023/24, Pressemitteilung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung vom 24. Juni 2025: Gefährdungsbeurteilung 68 Prozent der Betriebe, davon 65 Prozent mit psychischer Belastung, rund 44 Prozent aller Betriebe (eigene Rechnung).
- Eurostat, Tabellen demo_r_mwk2_ts und demo_r_pjanaggr3, eigene Rechnung: Lombardei Kalenderwochen 10 bis 22 des Jahres 2020 51.567 Sterbefälle gegen 24.012 im Mittel 2016 bis 2019, plus 115 Prozent; Deutschland plus 3,5 (rohe Wochenwerte ohne Alterskorrektur). Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 119 vom 2. April 2020 (OECD-Vergleich): Intensivbetten je 100.000 Einwohner Deutschland 33,9, Italien 8,6 (Erhebungen 2013 bis 2020, Abgrenzung uneinheitlich). Robert Koch-Institut und DIVI, Intensivkapazitäten, Datensatz Stand 11. Oktober 2026: nie bundesweit ausgelastet (Höchststand der zweiten Welle 3. Januar 2021, 5.745 Covid-Patienten bei 3.719 freien Betten). Zur Quelle: Eurostat
- Eurostat, Tabelle demo_mlexpec (Stand 25. September 2026), eigene Rechnung: Abstand zur Lebenserwartung von 2019, Summe 2020 bis 2023, Deutschland minus 1,7 (2022 minus 0,7), Schweden minus 0,8, Norwegen 0,0, Dänemark plus 0,3 (die Reihe für Deutschland hat Brüche). Sachverständigenausschuss nach § 5 Absatz 9 Infektionsschutzgesetz, Evaluationsbericht vom 30. Juni 2022, S. 7 bis 9, 45 f.: begleitende Datenerhebung versäumt; Krankenhausentlassungen je 100.000 Einwohner 2019 25.305, 2020 21.860 (minus 13,6 Prozent, eigene Rechnung). Pharmazeutische Zeitung, 22. September 2026: Enquete-Kommission des Bundestages, Abschlussbericht für Sommer 2027 geplant. Zur Quelle: Eurostat
- Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik 2023 (Tabelle 22421-0001) und „Pflegebedürftige nach Versorgungsart, Geschlecht und Pflegegraden 2023“: Pflegebedürftige Ende 2023 5.688.473; zu Hause 4.888.882 (85,9 Prozent), davon allein durch Angehörige 3.103.007 (54,5 Prozent); über 90-Jährige zu Hause 71 Prozent. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Tabelle 22411-02-02-4, Stand 29. August 2026: Pflegebedürftige je 1.000 Einwohner am 31. Dezember 2023, Sachsen-Anhalt 95,2, Bayern 47,9; die Quote misst zuerst die Altersstruktur. Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland, 1. Oktober 2026 (Lebenserwartung bei Geburt, Dreijahrestafel 2023/25: Westvorsprung bei Männern 1,4 Jahre, bei Frauen minus 0,1), wie in Kapitel 15.
- Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik (Heimanteil an den Pflegebedürftigen 2001 29,6 Prozent, 2023 14,1; die Abgrenzung über die Jahre ist nicht ganz gleich). Deutsches Zentrum für Altersfragen, Fact Sheet „Wenn Eltern Pflege brauchen“, 12. Mai 2025 (Deutscher Alterssurvey 2023, Menschen ab 43 Jahren: 14,3 Prozent mit hilfebedürftigem Elternteil, 6,8 Prozent unterstützen oder pflegen; keine Zeitreihe). Wissenschaftliches Institut der AOK, WIdOmonitor, 11. Mai 2026 (forsa, Herbst 2025: 60,4 Prozent Frauen; Stunden der Hauptpflegepersonen 2019 43,2, 2023 49 nach Hoff u. a.). Hoff u. a., GAT Working Paper 01/2025, Hochschule Zittau/Görlitz (Arbeitspapier, nicht begutachtet, Ersatzkostenmethode): 206 bis 234 Milliarden Euro; Pflegegeld 2023 16,2 Milliarden. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Stunden der Hauptpflegepersonen 2019 43,2
- Bundesministerium für Gesundheit, „Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung“, Stand Juli 2026, S. 7 f., 17, 25: Leistungsausgaben je Person ambulant rund 9.200, stationär rund 32.700 Euro im Jahr (eigene Rechnung, Sicht der Pflegekasse, ohne Eigenanteile und den Arbeitswert der Angehörigen); Hilfe zur Pflege bei 35,1 Prozent der stationär Leistungsbeziehenden. Verband der Ersatzkassen, Pressemitteilung vom 14. Juli 2026: Eigenanteil im ersten Aufenthaltsjahr im Bundesschnitt 3.364 Euro im Monat. Apotheken Umschau (8. Oktober 2026), Euronews und vdek (30. September 2026), nur Presse: Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz am 30. September 2026, Deckel für Eigenanteile nicht im Entwurf, Kommission bis Ende Januar 2027. Zur Quelle: Hilfe zur Pflege bei 35,1 Prozent der stationär Leistungsbeziehenden.
- Deutscher Bundestag, Drucksachen 20/7149 und 20/7436 (23. Juni 2023): „nur etwa 1 Prozent der Pflegebedürftigen“ in ambulant betreuten Wohngemeinschaften, keine spezifischen Erkenntnisse zu den Platzkosten; AGP Sozialforschung, Bestandserhebung ambulant betreuter Wohngruppen, Mai 2017; Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus, über 520 Häuser (Treffpunkte, gemeinsames Wohnen nicht Gegenstand). OECD Health Statistics, Betten in Langzeitpflegeeinrichtungen je 1.000 Einwohner ab 65: Dänemark 2013 49,5, 2023 36,2 (möglicher Abgrenzungswechsel 2016/17), Deutschland 54,0 und 53,5; Interlinks (EU-Projekt, Europäisches Zentrum Wien): Dänemark hat den Bau klassischer Pflegeheime seit den 1980er Jahren im Wesentlichen eingestellt, Bewohner sind Mieter. Koalitionsvertrag 2025, Zeilen 3288 bis 3291 und 3464 bis 3490: modellhafte Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen, Prüfauftrag der Kommission zur Pflegereform für Projekte wie „stambulant“. Zur Quelle: Deutscher Bundestag · AGP Sozialforschung · Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus
- Statistisches Bundesamt, Pflegevorausberechnung, Statistischer Bericht vom 30. März 2023: Pflegebedürftige 2045 6,444 bis 7,207 Millionen; Ende 2023 gezählte 5,69 Millionen liegen am oberen Pfad. Eurostat, Tabelle proj_23np (EUROPOP2023): ab 90 Jahren 0,91 Millionen 2025, 1,56 Millionen 2045 (plus 70 Prozent); 20 bis 66 Jahre 52,0 und 48,3 Millionen (minus 7). Bundesagentur für Arbeit, „Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen“, Mai 2026, S. 4, 7 f., 13 f.: rund 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Juni 2025, Teilzeitquote 49 Prozent, rund 1,3 Millionen Vollzeitkräfte (nach Destatis), Entgelt seit 2021 über dem Schnitt aller Berufe. Eurostat hlth_rs_prs2, 2023: Pflegefachkräfte je 100.000 Einwohner Deutschland 1.225, Dänemark 1.047, Schweden 1.100; Pflegehelfer 826 und 1.508 (Abgrenzung der Berufe nicht überall gleich). Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Ende 2023 gezählte 5,69 Millionen liegen am oberen Pfad. Eurostat
- Bundesagentur für Arbeit (wie zuvor), S. 10 bis 12: Juni 2025 353.000 Pflegekräfte mit ausländischer Staatsangehörigkeit (20 Prozent), „Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege sogar ausschließlich von Ausländerinnen und Ausländern getragen“; deutsche Pflegekräfte Juni 2024 bis Juni 2025 minus 5.000, ausländische plus 46.000; nur die Hälfte der ausländischen Pflegekräfte arbeitet als Fachkraft (Deutsche 64 Prozent). Beschäftigungsverordnung § 38 (Anwerbung aus den Anlagestaaten nur durch die Bundesagentur). OECD (Ausbildungsort): 11,4 Prozent im Ausland ausgebildete Pflegekräfte (2024). Nursing and Midwifery Council (Vereinigtes Königreich), „The NMC register 1 April 2024 – 31 March 2025“, S. 1 f.: im Ausland ausgebildete Neuzugänge 20.671, minus 30,2 Prozent gegenüber 29.628. Zur Quelle: Bundesagentur für Arbeit
- Blum, Ludwig, „Bürokratiebelastung im Krankenhaus. Blitzumfrage September 2025“, Deutsches Krankenhausinstitut im Auftrag der Krankenhausgesellschaft, 26. September 2025: Schätzung der Klinikleitungen 2,8 Stunden je Pflegekraft und Tag, keine Zeitmessung. Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, Whitepaper 32, September 2023: Befragung von 74 Pflegefachpersonen, im Schnitt 52 Minuten je Schicht. Schwabe u. a., Journal of Medical Internet Research 28 (2026), e86078: 52 Pflegefachpersonen in 14 Einrichtungen, Dokumentationszeit je Frühschicht 53,91 auf 39,10 Minuten; keine Kontrollgruppe, freiwillige Teilnahme, Erstautorin beim Hersteller angestellt. Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung vom 7. Juli 2026 (Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege seit 1. Januar 2026); Koalitionsvertrag 2025 („KI-unterstützte Behandlungs- und Pflegedokumentation“).
- Statistisches Bundesamt, „Pflegekräftevorausberechnung 2024 bis 2070“ (Tabellen 12421-04 bis 12421-06): Bedarf 2044 2.042 Tausend, Angebot Trendvariante 1.839, Status quo 1.474; Lücke 203.000 bis 568.000 (eigene Rechnung, Bedarf minus Angebot; das Amt nennt die Ergebnisse Wenn-dann-Aussagen). Auffenberg u. a., Böckler Impuls 8/2022 (Hans-Böckler-Stiftung, gewerkschaftsnah): Online-Befragung Herbst 2021, über 12.600 Teilnehmende, rund 50 Prozent der Teilzeitkräfte würden Stunden erhöhen; Selbstauskunft bei Selbstselektion. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- PKV-Verband, „PKV in Zahlen 2024“, S. 12, und Pressemitteilung vom 4. Februar 2026: Alterungsrückstellungen Ende 2025 355,4 Milliarden Euro; Mehrumsatz durch Privatversicherte 14,5 Milliarden Euro 2024 (Berechnung des Verbands, nicht nachgeprüft). Österreich: Erhebung von krankenversichern.at (Vergleichsportal) in vienna.at, schwach belegt; Beamte in der Sozialversicherung nach Vorwissen, nicht geprüft. Tipsmark u. a., PLoS One 18 (2023), e0283325 (Abstract): Neuordnung der Notaufnahmen in Dänemark, mehr Wiederaufnahmen bei Hüftfrakturen, Zusammenhang, keine nachgewiesene Ursache. Nicholl u. a., Emergency Medicine Journal 2007 (England, Luftlinie, Odds Ratio 1,02 je Kilometer). Civey für WEB.DE, 1. bis 3. April 2025, 5.024 Befragte (Online-Panel): Überweisungspflicht 44 Prozent negativ, bei 18- bis 29-Jährigen 53. RWI, hcb und Bank im Bistum Essen, Krankenhaus Rating Report 2025, nach dem Deutschen Ärzteblatt vom 26. Juni 2025: Investitionsförderung der Länder 2023 3,6 Prozent der Erlöse, nötig wären 7,8 (Schätzung der Autoren).
- Weltgesundheitsorganisation, „Health workforce support and safeguards list 2023“, 8. März 2023 (55 Länder); Beschäftigungsverordnung § 38 (Anwerbung aus Anlageländern nur durch die Bundesagentur). Wirkung von Zuckerabgabe, Mindestpreis und Tabakkontrolle wie bei der Tabaksteuer und der Zuckerabgabe angegeben (Beobachtungsstudien); Tobacco Control Scale 2025 (Smoke Free Partnership): Deutschland Platz 25 von 37. Pflegefachkräfte je Einwohner und Pflegenotstand wie bei den Pflegekräften angegeben (Eurostat, Bundesagentur für Arbeit). Zur Quelle: Weltgesundheitsorganisation · Tobacco Control Scale 2025
- epd/evangelisch.de, „Wenn Senioren Advent und Chanukka zusammen feiern“, 20. November 2020, und Website der Henry und Emma Budge-Stiftung (Abruf 11. Oktober 2026): Henry Budge (1840 bis 1928), Stiftung an seinem 80. Geburtstag, dem 20. November 1920, „Die Wohltaten sollen Juden und Christen je zur Hälfte zugutekommen“; 23 Bewohner des ursprünglichen Heims von den Nationalsozialisten ermordet (die Initiative Stolpersteine nennt „deportiert und ermordet oder in den Suizid getrieben“), Stelen vor dem Haus; seit 1968 in Seckbach; Pflegezentrum 160 Plätze, Synagoge und Kapelle gleich groß. Geschichte vor 1968 und von 1933 bis 1945 nicht im Original geprüft, kein Ortstermin. Henry und Emma Budge-Stiftung, Preisliste Pflegezentrum, gültig ab 1. Juli 2026, S. 1 f.: Pflegegrad 2 bis 5 einheitlich 4.685,60 Euro im Monat nach Abzug des Kassenbetrags; der Zuschuss nach § 43c SGB XI (nach Wohndauer) senkt den Betrag im ersten Jahr auf rund 4.319 Euro (eigene Rechnung).
- Statistisches Bundesamt, Tabellen 23611-0001 und 82111-0001, Stand 10. Oktober 2026; Anteil am BIP von statistik-de.de gerechnet; jährliches Wachstum 1992 bis 2024 eigene Rechnung. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- Statistisches Bundesamt, Tabelle 82111-0001 (BIP in jeweiligen Preisen 2009: minus 3,7 Prozent), Datenstand Kapitel 12. Eurostat, hlth_sha11_hf, Stand 1. Oktober 2026 (2024: 12,2 Prozent). Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- OECD Health Statistics, Health expenditure and financing (DSD_SHA@DF_SHA), US-Dollar je Einwohner nach Kaufkraft, 2024 (Norwegen geschätzt), Abruf 11. Oktober 2026; Eurostat, demo_mlexpec, Stand 25. September 2026. Zur Quelle: OECD Health Statistics · Eurostat
- Eigene Rechnung (Querschnitt über 27 Länder, Lebenserwartung 2024 gegen den Logarithmus der Ausgaben je Kopf, ohne Kontrolle für Lebensstil und Einkommen). Eurostat, ungedeckter Bedarf an ärztlicher Untersuchung (EU-SILC), 2025: Deutschland 1,0 Prozent, EU 2,4.
- Statistisches Bundesamt, Tabelle 23111-0001, Stand 9. September 2026 (Betten je Einwohner) und 9. Oktober 2026 (Auslastung). Zur Quelle: Statistisches Bundesamt
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 6. November 2025 zu den Grunddaten der Krankenhäuser 2024 (Verweildauer 7,1 Tage, 1991 im Schnitt 14); Tabelle 23111-0001 (Betten 1991 665.565, 2024 472.851; Rückgang 29 Prozent eigene Rechnung), ohne Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Tabelle 23111-0001
- OECD Health Statistics, Hospital beds by function (DF_BEDS_FUNC), Curative care, Somatic care, 2024; Hospital employment (DF_HOSP_EMP), Pflegefachkräfte und Hebammen in Vollzeitäquivalenten, 2024; je Bett eigene Rechnung; Abruf 11. Oktober 2026. Zur Quelle: OECD Health Statistics · Hospital employment
- Wie die Anmerkung zum oberen Teil des Bildes; Krankenhaus-Pflegekräfte je 1.000 Einwohner nach Köpfen. Bei Deutschland enthalten Betten und Personal der OECD auch Reha-Einrichtungen.
- Statistisches Bundesamt, Tabelle 22421-0001, Stand 9. September 2026; Pflegestatistik 2001 (Tabelle 1.1), Zeitreihe und Statistischer Bericht Pflegestatistik 2023 (Blatt 22412-14); bis 2007 in Heimen einschließlich teilstationär; zu Hause und Anteile eigene Rechnung. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Pflegestatistik 2001
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 478 vom 18. Dezember 2024 (Zunahme 2021 bis 2023 um 730.000, demografisch rund 100.000; Pflegegrad 1: 13,8 Prozent); Tabelle 22421-0001, Versorgungsart 2023 (allein durch Angehörige 3.103.007, 54,5 Prozent). Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Tabelle 22421-0001
- Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, sozialpolitik-aktuell.de, Abbildung VI.23, nach BMAS und BMG, Datenstand 16. Oktober 2026; Sachverständigenrat Wirtschaft, Frühjahrsgutachten 2026, Kapitel 3, Ziffern 235 f. (Basisszenario 2040: 19,8; nur Demografie: 18,5). Zur Quelle: Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen
- Sachverständigenrat Wirtschaft, Frühjahrsgutachten 2026, Kapitel 3, Ziffern 185 und 195 und Abbildung 43, Fußnote 2 (Zusatzbeitrag als statistische Größe); GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, Entwurf BR-Drs. 256/26 (Vergütungsdeckel 2027 bis 2029).
- OECD Health Statistics, Tobacco consumption (täglich Rauchende ab 15, Mikrozensus) und Alcohol consumption (Liter reiner Alkohol je Einwohner ab 15, Verkaufsdaten), Abruf 11. Oktober 2026; Rückgang 21 Prozent eigene Rechnung.
- OECD/European Observatory, State of Health in the EU, Country Health Profile Germany 2025, S. 4 f. (HBSC 2022: 15-Jährige Rauchen im letzten Monat 17 Prozent, 2018: 15; E-Zigaretten 23; mehr als einmal betrunken 31, EU 23). Deutsche Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA), Raucheranteil ab 14 um 30 Prozent. Zur Quelle: OECD/European Observatory
- Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Tabelle 22411-02-02-4, Pflegebedürftige je 1.000 Einwohner am 31. Dezember 2023, Stand 29. August 2026.
- Statistisches Bundesamt, Statistischer Bericht Pflegestatistik 2023, Blatt 22421-02 (Pflegequote 80 bis 84 Jahre 34,5 Prozent, 90 bis 94 Jahre 84,4). Statistisches Bundesamt, Sterbetafeln 2023/25 (Westvorsprung Männer 1,4 Jahre, Frauen minus 0,1).
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 478 vom 18. Dezember 2024, und Tabellen 22421-0001, 23111-0001, 23611-0001, 23621-0001 (Datenstand Kapitel 12, eingefroren 16. Oktober 2026); Eurostat, hlth_sha11_hf; OECD, DF_BEDS_FUNC (Reha 1,92, insgesamt 7,59 je 1.000, 2024); Institut Arbeit und Qualifikation, Abbildung VI.23; Bundesagentur für Arbeit, Pflegebericht 2025, und OECD, im Ausland ausgebildete Pflegefachkräfte 2024; DAK-Gesundheit, Psychreport 2026 (Methodenumstellung 2024); Eurostat, demo_mlexpec. Zur Quelle: Statistisches Bundesamt · Eurostat · OECD · DAK-Gesundheit · Eurostat
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